GESUNDES AFRIKA

Juni 2026 - Ebola-Ausbruch in Zentralafrika - ein Appell: Warum unsere Arbeit jetzt mehr denn je gefragt ist

Nach dem Ebola-Ausbruch in einigen Regionen Zentral-Afrikas (siehe Karte) hat die WHO eine „gesundheitliche Notlage von internationaler Tragweite“ ausgerufen. Die Ausbreitung dieser und anderer Infektionskrankheiten könnte jedoch durch Aufklärung verhindert werden. Was aber vor allem fehlt, ist der Zugang zu Informationen und dem Wissen, wie man sich schützen kann.

Daher ist unsere Arbeit rund um Gesundheitshilfe, Aufklärung und auch dem Zusammenhalt der Gemeinschaft so wichtig!
Ein Appell von unserem geschäftsführenden Vorstand Dr. Marcus Leonhardt:

wieder schaut die Welt mit Sorge auf Afrika. Obwohl, wenn wir ehrlich sind: die echte Aufmerksamkeit beginnt eigentlich erst dann, wenn wir die Angst haben, dass die Krankheit uns und hier erreichen könnte.

Auch wenn die WHO bereits eine gesundheitliche Notlage ausgerufen hat, findet die Situation erst dann wirklich Interesse, wenn ein Erkrankter in ein deutsches Krankenhaus verlegt wird und wir uns fürchten, dass sich die Infektion dadurch auch hier ausbreiten könnte. Nicht viel anders war es bei den großen Ebola-Krisen 2014 und 2015, und auch beim Beginn von Corona. Alles erschien anfangs als „ganz weit weg”.

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Wo nimmt ein solcher Ausbruch seinen Anfang?

Meist trifft es Menschen, die ohnehin schon mit enormen Herausforderungen zu kämpfen haben. In Uganda ist es eine grenznahe Region, die sich starken Migrationsbewegungen aus umliegenden, von vielfältigen Krisen betroffenen Gebieten ausgesetzt sieht – infolge der durch den Klimawandel anhaltenden Dürren und der daraus resultierenden Nahrungsmittelunsicherheit. In der DR Kongo ist es die Region entlang des Kivu-Sees, wo es immer wieder – und seit zwei Jahren signifikant verschlimmert – zu politischen und militärischen Auseinandersetzungen kommt.

Die Gegenden sind schwer zu erreichen, unsicher. Die logistische Versorgung mit dem Nötigsten ist eine riesige Aufgabe. Die Menschen dort haben kaum Zugang zu Nahrung, Wasser und Gesundheitsinformationen. Die aktuellen finanziellen Kürzungen in der Entwicklungszusammenarbeit haben die Lage zusätzlich verschlimmert.

Was vor Ort fehlt

  • Einfachste Schutzausrüstung, wie Schutzanzüge und Atemmasken
  • Wissen darüber, wie man sich vor Infektionskrankheiten schützt
  • Orientierung, was bei unklaren Symptomen wie Fieber zu tun ist
  • Aufklärung darüber, wie man Ebola von Malaria unterscheidet

Informationen, wie man die Übertragung auf Angehörige verhindern kann

Die wichtigste Aufgabe bei einem solchen Ausbruch ist es, die Infektionskette zu unterbrechen! 

Hier setzen wir mit unseren Projekten immer an

Wir sind genau in den betroffenen Regionen durch unsere lokalen Implementierungspartner in den angrenzenden Ländern und Gemeinden vertreten.

Unsere Projekt-Arbeit vor Ort

  • Ernährung verbessern und Wasserversorgung aufrechterhalten
  • Übertragung von Zoonosen und anderen Infektionen von Tieren auf Menschen verhindern (Ebola wird durch Fledermäuse übertragen)
  • Wissen verbreiten – denn Aufklärung rettet Leben
  • Gesundheitshelfer ausbilden
  • Informationsmaterialien in den Gemeinden verteilen
  • Stigmatisierung bekämpfen, damit sich Erkrankte nicht aus Angst vor Isolation verstecken

Unser Ansatz lautet: Krankheiten bekämpfen, bevor sie überhaupt entstehen. 

Denn es ist oft so, dass bei Ausbrüchen einer Epidemie auch die ganz normale Gesundheitsversorgung zusammenbricht. Wir sind tief in den Gemeinden verwurzelt – das macht den Unterschied.

Was wirklich hilft

Um Ebola aus Europa fernzuhalten, muss man keine Mauer um das Land ziehen, keine Einreisebeschränkungen erlassen und keine neuen Behandlungszentren im eigenen Land errichten. Es gilt, Ebola dort aufzuhalten, wo es am heftigsten wütet. Solange wir das nicht tun, bleibt das Risiko, dass es sich weiter ausbreitet – auch außerhalb von Afrika.

Vor allem aber geht es um die Menschen, die jetzt schon betroffen sind. 

Wir sollten sie nicht allein lassen!

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Sicher Spende verschenken: 90% der Spenden fließen direkt in Projekte

Seit 1992 tragen wir durchgehend das DZI-Spendensiegel. Das Deutsche Zentralinstitut für soziale Fragen (DZI) prüft jedes Jahr die Verwendung der Spendengelder und bescheinigt GESUNDES AFRIKA den effizienten und verantwortungsvollen Umgang mit Spendenmitteln. Im Jahr 2021 wurden nur 10% unserer Einnahmen für Verwaltung und Marketing verwendet.

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Ihre Spende zeigt in Afrika große Wirkung. Durch unsere Partnerschaft mit dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) und anderen öffentlichen Geldgebern können wir drei Viertel unsere Projekte finanzieren. Die restlichen 25% müssen wir über Privatspenden aufbringen. Das bedeutet, dass für jede eingegangene Spende von 1€ eine Wirkung von 4€ erzielt wird! Auf diese Weise können wir viele Gemeinden in Afrika bei ihren Bemühungen zu Verbesserung der Gesundheit, Bildung und nachhaltigen Entwicklung unterstützen.