GESUNDES AFRIKA

Demokratische Republik Kongo

Die aktuellen Herausforderungen der Demokratischen Republik Kongo

Die Demokratische Republik Kongo befindet sich in Zentralafrika und ist reich an natürlichen Ressourcen wie Kupfer, Diamanten, Kobalt oder Holz. Trotz dieses Reichtums hat das Land eine lange Geschichte politischer Instabilität, Konflikte und Armut. Seit dem Kongokrieg zwischen 1998 und 2003 hat das Land mit extremen Krisen zu kämpfen. Die Situation im östlichen Teil des Landes ist zunehmend besorgniserregend. Eine wachsende Anzahl von Menschen wird vertrieben und muss ihre Heimat verlassen. Mehr als 7 Millionen Menschen sind auf der Flucht.

Zusätzlich kämpft das die Demokratische Republik Kongo immer wieder mit Natur- und menschengemachten Katastrophen, darunter Cholera, Ebola-Ausbrüche und Überschwemmungen. Auch Konflikte, die von ethnischer Gewalt bis hin zu politischen Auseinandersetzungen reichen, haben das Land weiter destabilisiert und zu Menschenrechtsverletzungen geführt. Folglich zählt der Kongo bis heute zu einer der instabilen Regionen Afrikas.

Trotz der zahlreichen Herausforderungen gibt es auch positive Entwicklungen. Beispielsweise wurden Fortschritte im Bereich des Naturschutzes erzielt, hauptsächlich im Schutz bedrohter Tierarten wie der Berggorillas im Virunga-Nationalpark. Zudem gibt es auch Bemühungen, erneuerbare Energien wie Solarenergie zu fördern, um die Energieversorgung zu verbessern und den Klimawandel zu bekämpfen.

 

Geschichte der Demokratischen Republik Kongo

Die Demokratische Republik Kongo, früher bekannt als Zaire, ist der flächenmäßig zweitgrößte Staat Afrikas. Der Äquator verläuft durch den Kongo, es herrscht subtropisches Klima und weite Teile der Landesfläche sind von Regenwald bedeckt.

Kongo hat eine turbulente Geschichte, die von Kolonialismus und politischen Unruhen geprägt ist. Ursprünglich besiedelte die Volksgruppe der Pygmäen den Kongo, hinzu kamen Bantuvölker und im 14. Jahrhundert entstand das Königreich Kongo, eines der größten afrikanischen Staatswesen.

Nach der Besiedelung durch portugiesische Seefahrer im 15. Jahrhundert, wurde das Königreich und seine Bewohner:innen bis Ende des 17. Jahrhunderts von den Kolonialmächten zerstört, ausgebeutet und geplündert. 1885 eroberte schließlich die belgische Kolonialmacht das Land und nutzte es für die Ausbeutung von Rohstoffen und den Sklavenhandel. Sie gilt als eines der grausamsten Kolonialregime. Infolgedessen bildeten viele Kongoles:innen eine starke Unabhängigkeitsbewegung und so erlangte der Kongo 1960 seine Unabhängigkeit von Belgien.

Wie wir Menschen in der Demokratischen Republik Kongo unterstützen

  • Schulung von Bauer:innen, Tierärzt:innen, Schüler:innen und Gesundheitsbeauftragten im Rahmen des One-Health-Ansatzes
  • Vermittlung von Wissen zur Vorbeugung von Zoonosen wie Cholera und Ebola sowie anderen Epidemien unter Berücksichtigung der Verbindung zwischen Mensch, Tier und Umwelt
  • Ausstrahlung von 40 Radiosendungen zu Ernährung, Zoonosen und Umweltrisiken, um die breite Bevölkerung zu informieren und sensibilisieren
  • Förderung der Zusammenarbeit zwischen Gesundheitssystemen für Mensch und Tier, um die Gesundheit ganzheitlich zu verbessern und die Ausbreitung von Krankheiten zu bekämpfen

Jede Spende hilft Menschen in der Demokratischen Republik Kongo

Was Ihre Spende für DR Kongo bewirkt

 

Unser Spendenkonto

Gesundes Afrika e.V.
Hypovereinsbank München
IBAN: DE09700202700000329488
BIC: HYVEDEMMXXX

Daten und Fakten zur Demokratischen Republik Kongo ​

Allgemeine Informationen
HauptstadtKinshasa
Fläche2.344.860 km²
Einwohner:innen95.890.00
Einwohner:innen pro km²40,9
AmtsspracheFranzösisch
WährungKongolesischer Franc (CDF)
Pro-Kopf-Einkommen603 USD im Jahr
Religionen

70 % Christen

10 % Muslime

10 % Kimbanguisten

10 % Sonstige

Telefon-Vorwahl+ 243
Geburtenrate

(in Deutschland)

41,03 Geburten pro 1.000 Einwohner:innen

(9,54 Geburten pro 1.000 Einwohner:innen)

Altersstruktur

(in Deutschland)

0-14 Jahre: 41,25 % (13,03 %)

15-64 Jahre: 56,05 % (64,81 %)

65+ Jahre: 2,69 % (22,15 %)

Sterblichkeitsrate von Müttern

(in Deutschland)

473 von 100.000 Lebendgebärenden

(7 von 100.000 Lebendgebärenden)

Lebens­erwartung Frauen

61,7 Jahre

In Deutschland: 83,7 Jahre

Lebens­erwartung Männer

57,8 Jahre

In Deutschland: 78,9 Jahre

Ärzt:innen­dichte

4 pro 10.000 Einwohner:innen

In Deutschland: 44,3 pro 10.000 Einwohner:innen

Krankenhaus­betten

0,8 je 100.000 Einwohner:innen

In Deutschland: 586,6 je 100.000 Einwohner:innen

Kinder­sterblichkeits­rate

64,46 von 1.000 Lebendgeburten

In Deutschland: 3,7 von 1.000 Ldg.

Quellen: Statistisches Bundesamt, IndexMundi, Bundeszentrale für politische Bildung, Statista, WHO.

Unsere Projekte in der Demokratischen Republik Kongo

Stärkung der Gesundheit durch dem One-Health-Ansatz in der Demokratischen Republik Kongo

Lokaler Partner

Stärkung der Mensch-, Tier- und Umweltgesundheit durch einen integrierten One-Health-Ansatz

In der Demokratischen Republik Kongo leben viele Menschen in großer Armut, besonders in den ländlichen Gebieten von Minembwe und Kaziba in Süd-Kivu. Dort teilen sie ihren Lebensraum oft mit Tieren, da Viehzucht eine wichtige Einkommensquelle ist. Diese enge Nähe birgt jedoch Risiken, da Krankheiten, die von Tieren auf Menschen übertragen werden können (Zoonosen), häufig auftreten. Leider arbeiten das Gesundheitssystem für Menschen und das für Tiere noch nicht eng genug zusammen, was dazu führt, dass Krankheiten sich leicht zwischen Mensch, Tier und Umwelt verbreiten können.

Um diese Situation zu verbessern, werden Bauern, Tierärzte, Schüler und Mitarbeiter im Bereich der Tiergesundheit geschult. Sie lernen, wie sie Zoonosen und Epidemien vorbeugen können. Zusätzlich zu diesen Schulungen werden 40 Radiosendungen ausgestrahlt, um auch die restlichen 55.000 Bewohner der Gemeinden über Themen wie Ernährung, Zoonosen und Umweltrisiken zu informieren. Dieses Projekt folgt dem Ansatz des „One-Health“, der darauf abzielt, die Gesundheit von Mensch, Tier und Umwelt ganzheitlich zu betrachten und zu verbessern.

Der One-Health-Ansatz ist eine ganzheitliche Herangehensweise an die Gesundheit von Mensch, Tier und Umwelt. Er betont die enge Verbindung zwischen der Gesundheit von Menschen, Tieren und der Umwelt und erkennt an, dass Krankheiten in einem dieser Bereiche Auswirkungen auf die anderen haben können. Durch die Anwendung des One-Health-Ansatzes strebt man danach, Gesundheitsprobleme auf integrierte Weise anzugehen, indem man die Zusammenhänge zwischen Menschen, Tieren und der Umwelt berücksichtigt und gemeinsame Lösungen entwickelt, die allen zugutekommen.

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Sicher Spende verschenken: 90% der Spenden fließen direkt in Projekte

Seit 1992 tragen wir durchgehend das DZI-Spendensiegel. Das Deutsche Zentralinstitut für soziale Fragen (DZI) prüft jedes Jahr die Verwendung der Spendengelder und bescheinigt GESUNDES AFRIKA den effizienten und verantwortungsvollen Umgang mit Spendenmitteln. Im Jahr 2021 wurden nur 10% unserer Einnahmen für Verwaltung und Marketing verwendet.

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