GESUNDES AFRIKA

Projekt erfolgreich abgeschlossen: Gesundheitsversorgung für Kinder und Jugendliche mit HIV/AIDS

Derzeit leben rund 230.000 Menschen mit HIV in Ruanda, darunter viele Kinder, die entweder Überlebende des Genozids oder AIDS-Waisen sind. HIV-infizierte Kinder müssen ihre Gesundheit erhalten und die Ausbreitung des Virus eindämmen. Dafür ist eine gute und regelmäßige Ernährung entscheidend. Zudem sollten die antiretroviralen Medikamente zusammen mit einer Mahlzeit eingenommen werden, um Nebenwirkungen zu verhindern. Die gestiegenen Lebensmittelpreise haben viele Familien in Ruanda in eine Ernährungskrise gestürzt. Besonders für Kinder und Jugendliche mit HIV ist das problematisch.

Wir haben Anfang 2022 ein Projekt ins Leben gerufen, um Kinder und Jugendliche mit HIV/AIDS mit Nahrungsmittelpaketen zu versorgen. Durch Überwachung des Gesundheitszustandes, Ernährungshilfe und psychosoziale Betreuung konnten deutliche Verbesserungen im Wohlbefinden der Kinder erzielt werden.

 

Was wir für Kinder und Jugendliche mit HIV in Ruanda erreicht haben

  • Auswahl der begünstigten Kinder und Jugendlichen: Durch Überprüfung des Gesundheits- und Ernährungszustand der Kinder und Jugendlichen in den Selbsthilfegruppen wurden die Bedürftigsten identifiziert.
  • Beschaffung der Nahrungsmittel: Monatliche Beschaffung von 1.000 kg Reis, Maismehl, Zucker und Bohnen, sowie 500 Liter Speiseöl. Zusätzlich wurden Seifen und Masken gekauft und alles in Rationen verpackt.
  • Verteilung von Nahrungspaketen an 250 Kinder und Jugendliche: Monatliche Verteilung von Lebensmitteln und Hygienematerial zur Unterstützung und Förderung ihrer HIV-Therapie.
  • Regelmäßige Überwachung des Gesundheitszustandes: Bei den regelmäßigen Klinikterminen wurden Gewicht, Größe und Viruslast der Kinder erfasst. Bei Verschlechterung des Gesundheitszustandes oder Hinweisen auf unregelmäßige Medikamenteneinnahme erfolgte eine Aufnahme in der Klinik und Medikamentengabe unter ärztlicher Aufsicht.
  • Psychosoziale Unterstützung der Kinder: Es wurden regelmäßige Gruppen-Treffen für Kinder, Jugendliche und Eltern organisiert. Das psychologische Team vor Ort berichtete, dass Stress und Depressionen bei den Kindern und Jugendlichen abgenommen haben.
 

Notnahrung für Kinder und ihre Familien

Trotz der Preissteigerungen aufgrund der Corona-Pandemie und des Krieges in der Ukraine haben wir unser Projekt erfolgreich abgeschlossen. Insgesamt haben wir 250 Kinder und Jugendliche sowie etwa 1.250 Familienmitglieder, darunter rund 938 Geschwisterkinder, regelmäßig mit Nahrung versorgt. Diese Maßnahme leistete einen bedeutenden Beitrag zur effektiven HIV-Therapie.

Die Viruslast ist bei den erkrankten Kinder deutlich zurückgegangen und ihr Allgemeinzustand verbesserte sich merklich. Sie nahmen an Gewicht und Größe zu und waren seltener krank. Die Nahrungsmittelpakete halfen ihnen, ihre Immunabwehr gegen verschiedene Krankheiten zu stärken, die Nebenwirkungen der antiretroviralen Medikamente zu reduzieren und die HIV-Symptome zu lindern. Die Lebensqualität der Kinder und ihrer Familien hat sich spürbar verbessert, was eine großartige Entwicklung ist.

 

Mehr zu dem Projekt gegen HIV in Ruanda erfahren

Nios Geschichte

 
Nio* kam 2016 zur Welt – HIV-positiv. Als er ein kleiner Junge war, kam seine Mutter ins Gefängnis. Sein Vater, ebenfalls HIV-positiv, heiratete erneut und gründete eine neue Familie. Die 9-köpfige Familie lebt in Armut. Zusammen wohnen sie in einem einzigen Raum und haben nicht genug Geld, um ausreichend Nahrung für die sieben Kinder zu kaufen. Deshalb wurde der kleine Nio zu seinem Onkels geschickt.
 
Dort wusste allerdings niemand mit seiner Erkrankung umzugehen oder war mit der Medikamentenvergabe vertraut. Der kleine Junge wurde vernachlässigt und bekam seine Medikamente falsch oder gar nicht. Das zeigte sich in seinen Blutergebnissen vom März 2022. Seine HI-Viruslast betrug 488/ml – ein viel zu hoher Wert, der darauf hinwies, dass die Behandlung des Kindes unzureichend war.
 
Nios Leben war in Gefahr. Die Projektmitarbeiter:innen kontaktierten Nios Vater, der sich, als ebenfalls HIV-Positiver, mit der Medikamentenvergabe besser auskennt. Die Mitarbeiter:innen erklärten ihm, wie wichtig die korrekte Einnahme der Medikamente und eine ausreichende Nahrungsversorgung für Nios Überleben sind.
 
 Fortan erhielten Nio und seine Familie Nahrungsmittelpakete, seine Medikamentendosis wurde angepasst und die Familie wurde medizinisch und psychologisch betreut. Seine Blutergebnisse vom Juli 2022 zeigen einen Rückgang der Viruslast um mehr als 95%. Der Siebenjährige wird weiterhin soziale Unterstützung und spezielle Ernährungshilfe bekommen. Bei regelmäßigen Hausbesuchen überwachen die Mitarbeiter:innen unseres Projektpartners den Gesundheitszustand von Nio und auch den seines Vaters.
 
*Name wurde zum Schutz des Kindes geändert.
 
 

HIV/AIDS in Ruanda

Warum ist die HIV-Prävalenz in Ruanda immer noch vergleichsweise hoch?

Obwohl Ruanda erhebliche Fortschritte im Kampf gegen HIV gemacht hat, gibt es mehrere Gründe, warum die HIV-Prävalenz in Ruanda vergleichsweise hoch ist. Ein Faktor ist der Genozid in Ruanda im Jahr 1994. Der Genozid hatte weitreichende Auswirkungen auf das Land, einschließlich des Gesundheitssystems und der HIV-Prävalenz. Während des Genozids gab es eine Zunahme von sexueller Gewalt und erzwungener Prostitution, was zur Übertragung von HIV beitragen könnte.

Weitere Gründe für die hohe HIV-Prävalenz in Ruanda sind unzureichende Aufklärung, begrenzter Zugang zu Bildung und Ressourcen, Geschlechterungleichheit, hohe Migration, Stigmatisierung und Diskriminierung sowie Herausforderungen im Gesundheitssystem.

 

Übertragung von der Mutter auf das Kind: Eine der Hauptursachen für HIV bei Kindern in Ruanda ist die vertikale Übertragung von der HIV-positiven Mutter auf das Kind während der Schwangerschaft, der Geburt oder der Stillzeit. Wenn eine HIV-positive Mutter keine antiretrovirale Behandlung erhält oder keine Maßnahmen zur Prävention der Übertragung von Mutter auf Kind ergriffen werden, besteht ein erhöhtes Risiko, dass das Kind während der Geburt oder der Stillzeit mit dem Virus infiziert wird.

 

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