Genitalbeschneidung bei Frauen in Afrika stoppen
In einigen Regionen – wie beispielsweise in Tansania oder Senegal – ist die Praktik der Genitalbeschneidung von Frauen in Afrika noch immer verbreitet. Dabei werden die äußeren weiblichen Genitalien teilweise oder vollständig entfernt. Meist wird der Eingriff unter unhygienischen Bedingungen, ohne Narkose und mit einfachen Hilfsmitteln, wie Glasscherben oder Rasierklingen, durchgeführt. Die betroffenen Mädchen leiden ihr Leben lang unter den gesundheitlichen Folgen – etwa durch Infektionen, Blutungen und Komplikationen bei einer späteren Geburt.
Bis zum Jahr 2030 werden weltweit voraussichtlich 86 Millionen Mädchen Opfer weiblicher Genitalverstümmelung, kurz FGM (Female Genital Mutilation), wenn sich die aktuelle Entwicklung fortsetzt.
Genitalbeschneidung verhindern: Das können wir gemeinsam erreichen
- Informationsangebote für Gemeinden und die Einbindung aller Gemeindemitglieder: Gemeindevorsteher, Beschneiderinnen, Lehrer:innen, Regierungsvertreter:innen, Gesundheitsfachkräfte, Mädchen und Jungen
- Erstellen von Schulungsmaterialien und Trainings an Schulen zum Thema geschlechtsspezifischer Gewalt
- Zugang zu Gesundheits- und psychosozialen Diensten verbessern
- Unterstützung von ehemaligen Beschneiderinnen beim Aufbau alternativer Einkommensmöglichkeiten
- Radio- und Fernsehsendungen zum Thema Gewalt gegen Mädchen und Frauen
Was Ihre Spende bewirkt
Jede Spende kann unsere Arbeit gegen FGM unterstützen
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25 Euro
kosten die Dialoge mit Beschneiderinnen pro Person -
72 Euro
helfen, um ein Mitglied eines Überwachungskomitees zu gewinnen und auszubilden. -
107 Euro
kostet die Schulung einer Gesundheitsfachkraft zu Genitalverstümmelung, sexuellen und reproduktiven Rechten sowie Gewalt gegen Frauen und Mädchen. -
177 Euro
helfen, um eine ehemalige Beschneiderin im Bereich Unternehmertum auszubilden und ihr neue Einkommensmöglichkeiten aufzuzeigen.
Unser Spendenkonto
Gesundes Afrika e.V.
Hypovereinsbank München
IBAN: DE09700202700000329488
BIC: HYVEDEMMXXX
Beschneidung und Gewalt gegen Frauen im Senegal in Afrika
Die Regionen Kolda und Sédhiou liegen im Süden Senegals und gehören zu den ärmsten Gegenden des Landes. Die Gewalt gegen Frauen und Mädchen unter 25 Jahren ist hier überdurchschnittlich hoch. Sie sind am schlimmsten von körperlicher und sexueller Gewalt sowie Zwangsheirat betroffen.
Bereits seit 1999 ist die weibliche Genitalverstümmelung in Senegal gesetzlich verboten. In den Regionen Kolda und Sédhiou sind dennoch 79% der Frauen beschnitten, 81% dieser Verstümmelungen finden vor dem fünften Lebensjahr statt. Genitalverstümmelungen beeinträchtigen die körperliche und psychische Gesundheit der Mädchen und Frauen schwer. Unfruchtbarkeit, starke Schmerzen, der Verlust von sexuellem Empfinden, Depressionen, Angstzustände und Blutungen, die bis zur Verblutung führen können, sind einige der schwerwiegendsten Folgen.
Mit Aufklärung und Bildung gegen Genitalbeschneidung in Afrika
Im Senegal werden Mädchen häufig schon vor ihrem 5. Geburtstag beschnitten, die Beschneidung hat hier also nichts mit dem Übergang von Kind zu Frau zu tun. Statt alternative Übergangsrituale zu entwickeln, konzentrieren wir uns daher auf eine Aufklärungsarbeit auf allen Ebenen.
Mit unserem Projektpartner organisieren wir Gesprächsrunden zu geschlechtsspezifischer Gewalt und Genitalverstümmelung, an denen Gemeindemitglieder, Gesundheitsfachkräfte und institutionellen Akteur:innen teilnehmen.
Das Wissen über die katastrophalen Folgen auf die körperliche und psychische Gesundheit der Mädchen geben diese direkt an ihre Gemeinde weiter. Außerdem werden Überwachungskomitees gebildet, um Fälle geschlechtsspezifischer Gewalt zu identifizieren, effektiver auf diese zu reagieren und Opfer von Gewalt an medizinische Einrichtung zu vermitteln. So kann die Genitalbeschneidung in Afrika reduziert werden.
Unterstützen Sie unsere Arbeit und helfen Sie uns dabei, gegen den Hunger in Afrika zu kämpfen.