Cholera in Afrika – Ursachen, Prävention und Behandlung
Cholera in Afrika ist nach wie vor eine häufige Krankheits- und Todesursache. Es ist eine akute Durchfallerkrankung, die durch das Bakterium Vibrio cholarae hervorgerufen wird. Die Bakterien leben weltweit in Küstengewässern und Brackwasser bei Temperaturen über zehn Grad Celsius.
Sie gelangen über den Mund in den Magen-Darm-Trakt des Menschen. Unbehandelt kann Cholera innerhalb von Stunden tödlich verlaufen. Im globalen Norden wurde die Krankheit durch verbesserte Wasser- und Abwasserbehandlung weitgehend eingedämmt.
Über die Hälfte der Infizierten weltweit leben in afrikanischen Ländern. Betroffen sind in erster Linie Regionen, in denen es an sauberem Wasser und Sanitäreinrichtungen mangelt. Mit WASH-Projekten verbessern wir die Hygienesituation in Gemeinden und sorgen dafür, dass sich weniger Menschen infizieren.
Die Cholera-Symptome setzen meist plötzlich ein. Dabei sind sie zu Beginn anderen Durchfallerkrankungen sehr ähnlich, wie
- wässriger Durchfall
- Erbrechen von wässrigem Mageninhalt, Blut und Gallenflüssigkeit
- Bauchschmerzen
Der Durchfall ist typischerweise trüb, wird zunehmend wässrig und enthält milchig-weiße Schleimflocken. Der damit einhergehende massive Flüssigkeitsverlust – bis zu 20 Liter pro Tag – kann dazu führen, dass der Körper lebensbedrohlich austrocknet. Der Wasser- und Salzverlust verursacht außerdem folgende Cholera-Symptome:
- hohe, heisere Stimme
- Muskelkrämpfe
- eingefallenes Gesicht, eingesunkene Augen, eingesunkener Bauch
- schwacher Puls an den Extremitäten
- niedriger Blutdruck
- Herzrasen
- ohne Flüssigkeitszufuhr kalte Arme und Beine
Wird Cholera nicht behandelt, stellt sich irgendwann ein Harnverhalt ein, d.h. die:der Erkrankte kann nicht mehr Wasser lassen. Im Anschluss daran kann es zu Nierenversagen, Bewusstseinsstörungen und Kreislaufversagen kommen, die tödlich enden können.
Cholera-Erkrankungen können durch eine gute Nahrungsmittel- und Trinkwasserhygiene verhindert werden. Vor allem in sehr armen Ländern, Krisengebieten und Geflüchtetenlagern ist diese aber oft nicht gewährleistet. Wir von GESUNDES AFRIKA setzen uns deshalb dafür ein, die Menschen in Risikogebieten durch Hygieneaufklärung, dem Schaffen von sauberen Wasserquellen sowie dem Bau von Sanitäranlagen vor Cholera zu schützen.
Worauf Sie als Reisende:r in Cholera-Gebiete achten sollten:
- nur abgekochtes Wasser oder Wasser aus verschlossenen Flaschen trinken,
- kein Leitungswasser zum Zähneputzen oder Geschirrspülen verwenden,
- auf Eiswürfel in Ihrem Getränk verzichten,
- keine rohen Speisen wie Salate verzehren und
- Ihre Hände regelmäßig desinfizieren, insbesondere vor dem Essen.
Bei normalen touristischen Reisen besteht nur ein geringes Risiko, sich mit Cholera anzustecken. Die hygienischen Bedingungen in Hotels sind meistens ausreichend.
Um Trachom-Erkrankungen ist es besonders wichtig, präventive, hygienische Maßnahmen zu beachten. Gesicht und der Augenbereich sollte möglichst sauber gehalten werden. Eine Übertragung der Krankheit findet in vielen Fällen, durch verschmutze Hände, aber auch häufig durch Fliegen statt. Aufklärung ist daher besonders wichtig. Eine räumliche Trennung durch Vieh und Mensch, regelmäßiges Händewaschen und das Auswaschen der Augen mit sauberem Wasser lassen eine Infektion vermeiden.
Mit WASH-Projekten Cholera eindämmen
Jede Stunde sterben in Afrika 115 Menschen an Krankheiten wie Cholera, die durch unzureichende Hygienestandards, mangelnde Sanitärversorgung und verunreinigtes Wasser hervorgerufen werden.
Mit unseren WASH-Projekten (Water, Sanitation, Hygiene) verbessern wir den Zugang zu sauberem Wasser, vermitteln Wissen zu wichtigen Hygienemaßnahmen und stellen Sanitäreinrichtungen bereit. Es werden ausgewählte Gemeindemitglieder in Hygienevorkehrungen geschult. Dieses Wissen tragen die sie in ihre Gemeinden weiter, indem sie die Bewohner:innen bei Hausbesuchen über Hygienemaßnahmen, den Bau von Latrinen und die sichere Aufbewahrung von sauberem Wasser informieren.
Unterstützen Sie unsere Arbeit und helfen Sie uns dabei, gegen den Hunger in Afrika zu kämpfen.