Gesundheit, Gemeinschaft und Umweltschutz: Erfolge in der DR Kongo trotz schwerster Bedingungen
Die Demokratische Republik Kongo (DRK) kämpft seit Langem gegen eine akute humanitäre Krise, in der über die Hälfte der Bevölkerung unter schwierigen Bedingungen lebt. Rund 27 Millionen Menschen, ein Viertel der Bevölkerung, befinden sich aufgrund von Nahrungsmittelkrisen, bewaffneten Konflikten und schweren Infektionskrankheiten in einer akuten Notsituation. Doch in der Provinz Süd-Kivu wurde ein ehrgeiziges Projekt ins Leben gerufen, das genau hier ansetzte: Mit APDIK, unserer Partnerorganisation vor Ort, starteten wir eine Initiative, um die menschliche, tierische und ökologische Gesundheit zu stärken. Ziel war es, epidemiologische Risiken und Zoonosen (Krankheiten, die zwischen Mensch und Tier übertragen werden) durch den integrierten One-Health-Ansatz wirksam zu verhindern. Das Besondere am One-Health-Ansatz: Fachleute aus verschiedenen Bereichen wie Medizin, Tiermedizin, Ökologie, Landwirtschaft und lokale Gemeindeverantwortliche arbeiten zusammen.
unser zweijähriges One-Health-Projekt in Süd-Kivu zeigt eindrucksvoll, wie das Zusammendenken von menschlicher, tierischer und ökologischer Gesundheit echte Veränderungen schafft. Die betroffenen Gebiete – die Gesundheitszonen Minembwe und Kaziba – standen unter enormem Druck: Zoonosen wurden nicht erkannt, Antibiotika ungezielt eingesetzt, und die Landwirtschaft litt unter ausgelaugten Böden aufgrund von nicht nachhaltigen Anbau-Methoden. Doch anstatt sich von diesen Problemen entmutigen zu lassen, brachte das Projekt Experten und Expertinnen aus den verschiedensten Fachrichtungen mit lokalen Führungskräften an einen Tisch. Jede Gruppe brachte ihr eigenes Wissen ein. Das Entscheidende war die Schaffung einer echten Synergie, um gemeinsam das Ziel „Eine Gesundheit” zu erreichen. Regelmäßige Treffen stärkten die Zusammenarbeit, bauten Vertrauen auf und schafften echtes Interesse am Miteinander.
Maßnahmen und Erfolge: wie die Zusammenarbeit wirkt
- Auswahl der begünstigten Kinder und Jugendlichen: Durch Überprüfung des Gesundheits- und Ernährungszustand der Kinder und Jugendlichen in den Selbsthilfegruppen wurden die Bedürftigsten identifiziert.
- Beschaffung der Nahrungsmittel: Monatliche Beschaffung von 1.000 kg Reis, Maismehl, Zucker und Bohnen, sowie 500 Liter Speiseöl. Zusätzlich wurden Seifen und Masken gekauft und alles in Rationen verpackt.
- Verteilung von Nahrungspaketen an 250 Kinder und Jugendliche: Monatliche Verteilung von Lebensmitteln und Hygienematerial zur Unterstützung und Förderung ihrer HIV-Therapie.
- Regelmäßige Überwachung des Gesundheitszustandes: Bei den regelmäßigen Klinikterminen wurden Gewicht, Größe und Viruslast der Kinder erfasst. Bei Verschlechterung des Gesundheitszustandes oder Hinweisen auf unregelmäßige Medikamenteneinnahme erfolgte eine Aufnahme in der Klinik und Medikamentengabe unter ärztlicher Aufsicht.
- Psychosoziale Unterstützung der Kinder: Es wurden regelmäßige Gruppen-Treffen für Kinder, Jugendliche und Eltern organisiert. Das psychologische Team vor Ort berichtete, dass Stress und Depressionen bei den Kindern und Jugendlichen abgenommen haben.
Direkte Erfolge am Beispiel zweier Gemeinden
- One Health in Minembwe: Gesündere Tiere, bessere Einkommen
In Minembwe haben wir durch Aufklärungskampagnen, praktische Schulungen und mobile Tierarztpraxen, Landwirte im Kampf gegen zoonotische Krankheiten unterstützt. Kostenlose Impftage und verbesserte Hygienemaßnahmen in den Ställen führten zu deutlich weniger Tierkrankheiten. Das Ergebnis: Die Viehhalter produzieren mehr Milch, ihre Tiere sind gesünder und erzielen
bessere Preise – ihre Einkommen sind spürbar gestiegen. - Wiederaufforstung in Kaziba: Vom Bewusstsein zur Aktion
In Kaziba haben Dorfbewohner einer Initiative zur Bekämpfung der Abholzung Leben eingehaucht. Sie gründeten eine gemeinschaftliche Baumschule, lernten moderne Anzuchttechniken und pflanzten einheimische Baumarten in
degradierten Gebieten an. Das Projekt hat nicht nur das lokale Ökosystem wiederhergestellt und die
Klimaresilienz gestärkt – es schuf auch Arbeitsplätze und stärkte den Zusammenhalt in der Gemeinschaft.Mit Entschlossenheit und Zusammenarbeit hat die Dorfgemeinschaft bewiesen,
dass Natur wiederhergestellt werden kann undjede kleine Handlung zählt im Kampf gegen die Abholzung.
Die Menschen vor Ort berichten
Herr Bigabo, Inspektor für Landwirtschaft, Fischerei und Viehzucht in den Hochebenen von Minembwe und Itombwe:
„Mit der Zeit hat das One-Health-Projekt nicht nur die landwirtschaftliche Produktion verbessert, sondern auch ein kollektives Bewusstsein für die Bedeutung von Nachhaltigkeit gefördert. Die Bauern begannen, sich nicht
mehr nur als Nahrungsmittelproduzenten zu sehen, sondern auch als Hüter der Umwelt“
Die Projektteams und ihre Partner auf den Hochebenen von Minembwe undKaziba betonen ihre Freude darüber, dass die Versprechen von APDIK nun spürbare Realität geworden sind: „Durch die Unterstützung von APDIK und der NGO Gesundes Afrika hat die
Integration des One-Health-Ansatzes in unseren Alltag uns den Weg geebnet: weg von Unwissenheit hin zu mehr Wissen und Fähigkeiten über das Zusammenspiel zwischen menschlicher, tierischer und ökologischer
Gesundheit. Das hat die Ausbreitung von Zoonosen in unseren Gebieten verringert und trägt gleichzeitig dazu bei, dass unsere landwirtschaftlichen Erträge steigen.”
Dank der Zusammenarbeit mit Gesundes Afrika und APDIK hat sich die
Situation für uns Landwirte und Viehhalter deutlich verbessert – und auch
die gesamte Bevölkerung spürt diese Veränderung.”
Ihre Spende bringt den Menschen Hoffnung und Selbstbestimmung – Vielen Dank dafür!
Diese Erfolgsgeschichten zeigen: Menschen gewinnen nicht nur ihre Gesundheit zurück, sondern auch Hoffnung und Selbstbestimmung. In Ngando, in Minembwe und weit darüber hinaus arbeiten Gemeinschaften heute
selbstbewusst daran, ihre Zukunft nachhaltig zu gestalten – als Hüter ihrer Umwelt und Gestalter ihrer Schicksale
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So bekämpfen wir den Hunger in Afrika
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