GESUNDES AFRIKA

Spenden für Ruanda

Die aktuellen Herausforderungen in Ruanda

Ruanda hat seit dem Völkermord beeindruckende Fortschritte gemacht und gilt als Modell für wirtschaftlichen Aufschwung. Das Land hat Erfolge in Infrastruktur, Gesundheitswesen und Bildung erzielt, steht jedoch vor Herausforderungen wie wirtschaftlicher Ungleichheit, insbesondere zwischen städtischen und ländlichen Gebieten. Viele ländliche Bewohner leben in Armut und haben begrenzten Zugang zu Wasser, Strom und Gesundheitsversorgung.

Im Bereich der sexuellen und reproduktiven Gesundheit (SRHR) bestehen Probleme, besonders in ländlichen Regionen. Trotz Fortschritten bei der Senkung der Mütter- und Kindersterblichkeit bleibt der Zugang zu medizinischer Versorgung eingeschränkt. Die Regierung und NGOs setzen mobile Kliniken ein und führen Aufklärungskampagnen durch, um ungewollte Schwangerschaften und hohe Geburtenraten zu verringern.

Der Klimawandel gefährdet die Landwirtschaft und Nahrungsmittelsicherheit, da Dürre und unregelmäßige Regenfälle die Ernten beeinträchtigen. Ruanda investiert in nachhaltige Landwirtschaft und Bewässerungssysteme um die Resilienz der Landwirtschaft zu erhöhen.

Erfolge gibt es in der Bildung, durch die kostenlose Grund- und Sekundarschulbildung, sowie bei Frauenrechten und Geschlechtergleichstellung, wo Ruanda weltweit führend ist.

Geschichte von Ruanda

Ruanda, ein kleines, aber dicht besiedeltes Land in Ostafrika, hat eine komplexe Geschichte. Ursprünglich von Hutu-, Tutsi- und Twa-Gemeinschaften bewohnt, entstand im 15. Jahrhundert das Königreich Ruanda, regiert von einer Tutsi-Monarchie. 

Im späten 19. Jahrhundert geriet Ruanda unter deutschen Einfluss, wurde nach dem Ersten Weltkrieg ein belgisches Mandatsgebiet. Die Kolonialmächte verschärften ethnische Spannungen durch ihre Teile und herrsche”-Politik. Diese Spannungen eskalierten nach der Unabhängigkeit 1962 zu wiederholten Gewaltausbrüchen. 

Der Höhepunkt war der Völkermord von 1994, bei dem etwa 800.000 Tutsi und gemäßigte Hutu getötet wurden. Danach übernahm die Ruandische Patriotische Front (RPF) unter Paul Kagame die Kontrolle und begann den Wiederaufbau des Landes. Kagame wurde 2000 Präsident und setzte Reformen um, die Ruanda in vielerlei Hinsicht voranbrachten. 

Wie wir Menschen in Ruanda unterstützen

Wir zielen, mit einer Klinikpartnerschaft über unseren lokalen Partner WE-ACTx FOR HOPE, auf Folgendes ab: 

  • Die Verbesserung des Zugangs zu Gesundheitsdiensten (insbesondere diskriminierungsfreien und jugendfreundlichen SRH/Familienplanungs-Diensten  
  • Die Beschäftigungsförderung für vulnerable Zielgruppen 
 

Die wird umgesetzt durch: 

    • die Stärkung der Kapazitäten von lokalen Führungskräften und Gesundheitsfachkräften
    • das Sensibilisieren der Gemeindemitglieder zum Abbau von Diskriminierung und Stigmatisierung 
    • die Schulung von SRHR-Gesundheitsbotschafter*innen (300 Jugendliche und 50 Lehrkräfte) und die darauf folgende Aufklärung von 48.000 Jugendlichen (13-18 Jahre) zu sexueller und reproduktiver Gesundheit und ihren Rechten 
    • Weiterbildungen in wirtschaftlichen und unternehmerischen Kompetenzen sowie Gesundheitsaufklärung und psychosozialer Unterstützung chronisch kranker und vulnerabler Frauen 

Jede Spende hilft Menschen in Ruanda

Was Ihre Spende für Ruanda bewirkt

 

Unser Spendenkonto

Gesundes Afrika e.V.
Hypovereinsbank München
IBAN: DE09700202700000329488
BIC: HYVEDEMMXXX

Daten und Fakten zu Ruanda

Allgemeine Informationen
HauptstadtKigali
Fläche26.338 km²
Einwohner:innen12.952.000
Einwohner:innen pro km²492
AmtsspracheKinyarwanda, Französisch, Englisch
WährungRuanda-Franc
Pro-Kopf-Einkommen819 USD im Jahr
Religionen80 % Christen

5 % Muslime

15% Sonstige

Telefon-Vorwahl+ 250
Geburtenrate

(in Deutschland)

30 Geburten pro 1.000 Einwohner:innen

(9,54 Geburten pro 1.000 Einwohner:innen)

Altersstruktur

(in Deutschland)

0-14 Jahre: 39,5 % (13,03 %)

15-64 Jahre: 57,4 % (64,81 %)

65+ Jahre: 3,1 % (22,15 %)

Sterblichkeitsrate von Müttern

(in Deutschland)

248 von 100.000 Lebendgebärenden

(7 von 100.000 Lebendgebärenden)

Impfquote von 1-Jährigen (Diphtherie, Tetanus und Keuchhusten)

(in Deutschland)

88%

(96%)

Lebens­erwartung Frauen

71,5 Jahre

In Deutschland: 83,7 Jahre

Lebens­erwartung Männer

67,1 Jahre

In Deutschland: 78,9 Jahre

Ärzt:innen­dichte

1 pro 10.000 Einwohner:innen

In Deutschland: 44,3 pro 10.000 Einwohner:innen

Krankenhaus­betten

160 je 100.000 Einwohner:innen

In Deutschland: 586,6 je 100.000 Einwohner:innen

Kinder­sterblichkeits­rate

40,5 von 1.000 Lebendgeburten

In Deutschland: 3,7 von 1.000 Ldg.

Quellen: Statistisches Bundesamt, IndexMundi, Bundeszentrale für politische Bildung, Statista, WHO.

Unsere Projekte in Ruanda

Nahrungsmittel für Kinder und Jugendliche mit HIV/AIDS

Lokaler Partner

Nahrungsmittel für Kinder und Jugendliche mit HIV/AIDS, sowie die Unterstützung der antiretroviralen Therapie erkrankter Kinder.

Das Gesundheitssystem in Ruanda gilt auf dem afrikanischen Kontinent als besonders fortschrittlich. Trotzdem haben vielen Menschen nur einen besonders eingeschränkten Zugang zu bestimmten Gesundheitsdiensten. Insbesondere HIV-Erkrankte Menschen, darunter auch viele Kinder, leiden darunter, dass sie keinen Zugang zu einer medizinischen Versorgung haben. Aus finanziellen Gründen müssen sie ihre Therapie oft unterbrechen. Die HIV-Rate in Ruanda liegt bei 2,6% ist dadurch besonders hoch. Durch die Pandemie werden immer mehr Therapien vernachlässigt und die Zahl droht zu steigen. Im Rahmen unseres Projekts soll eine verbesserte Therapietreue und ein gesundheitliches Wohlbefinden bei HIV-erkrankten Kindern und ihren Familien geschaffen werden. Durch die Versorgung der Betroffenen mit einer Mahlzeit unmittelbar vor der Einnahme der antiretroviralen Medikamente wird eine schädliche und wirkungsverringernde Einnahme auf leeren Magen verhindert sowie die gesunde Entwicklung der Kinder und Jugendlichen unterstützt.

Verbesserte sexuelle und reproduktive Gesundheit (SRH)

Lokaler Partner

Verbesserter Zugang zu Gesundheitsdiensten und Beschäftigungsförderung für gefährdete Zielgruppen in ländlichen Gemeinden in Ruanda.

SRH steht für „sexuelle und reproduktive Gesundheit“. Dies beschreibt „das uneingeschränkte körperliche und seelische Wohlbefinden in Bezug auf alle Bereiche der Sexualität und Fortpflanzung des Menschen.“ (Quelle: BMZ). Unser Projekt zielt primär auf verbesserten Zugang zu diskriminierungsfreien, jugendfreundlichen Gesundheitsdiensten für vulnerable Zielgruppen im Karongi-Distrikts. Dazu werden 260 lokalen Führungskräfte und 120 Gesundheitsfachkräfte weitergebildet, sowie ca. 165.000 Gemeindemitglieder zum Abbau von Diskriminierung und Stigmatisierung sensibilisiert. Des Weiteren werden SRH- Gesundheitsbotschafter*innen geschult und 48.000 Jugendliche zu sexuell-reproduktiver Gesundheit und ihren Rechten aufgeklärt. Mit Weiterbildungen in wirtschaftlichen und unternehmerischen Kompetenzen sowie Gesundheitsaufklärung und psychosozialer Unterstützung werden 260 chronisch kranke und vulnerable Frauen dazu befähigt, ihre Gesundheits- und Einkommenssituation zu verbessern.

Neuigkeiten aus Ruanda

Erfolgreicher Projektabschluss in Ruanda

Projekt erfolgreich abgeschlossen: Gesundheitsversorgung für Kinder und Jugendliche mit HIV/AIDS Derzeit leben rund 230.000 Menschen mit HIV in Ruanda, darunter viele Kinder, die entweder Überlebende...

Unser Jahresbericht 2022

Jahresbericht 2022 von Gesundes Afrika Unser Jahresbericht 2022 ist online! Mit dem Jahresbericht von Gesundes Afrika möchten wir darauf aufmerksam machen, was Unterstützung und Zusammenarbeit alles...

Erfolgsgeschichten aus Ruanda

Auf Projektreise in Ruanda Die erste Projektreise für Gesundes Afrika führt mich, Samira, in ein mir noch unbekanntes Land: Ruanda. Die Vorfreude steigt. Nach einer viel zu langen Anreise über...

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30 Jahre nach dem Genozid in Ruanda

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African Women’s Day

African Women’s Day Mit welchen Herausforderungen und Ungleichheiten haben sie zu kämpfen?​ Der African Women’s Day, den wir vergangenen Mittwoch am 31. Juli gefeiert haben, ist ein bedeutender Tag...

Sicher Spende verschenken: 90% der Spenden fließen direkt in Projekte

Seit 1992 tragen wir durchgehend das DZI-Spendensiegel. Das Deutsche Zentralinstitut für soziale Fragen (DZI) prüft jedes Jahr die Verwendung der Spendengelder und bescheinigt GESUNDES AFRIKA den effizienten und verantwortungsvollen Umgang mit Spendenmitteln. Im Jahr 2021 wurden nur 10% unserer Einnahmen für Verwaltung und Marketing verwendet.

Aus 1 mach 4 – Ihre Spende für Afrika wird vervierfacht

Ihre Spende zeigt in Afrika große Wirkung. Durch unsere Partnerschaft mit dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) und anderen öffentlichen Geldgebern können wir drei Viertel unsere Projekte finanzieren. Die restlichen 25% müssen wir über Privatspenden aufbringen. Das bedeutet, dass für jede eingegangene Spende von 1€ eine Wirkung von 4€ erzielt wird! Auf diese Weise können wir viele Gemeinden in Afrika bei ihren Bemühungen zu Verbesserung der Gesundheit, Bildung und nachhaltigen Entwicklung unterstützen.

Unterstützen Sie unsere Arbeit und helfen Sie uns dabei, gegen den Hunger in Afrika zu kämpfen.