GESUNDES AFRIKA

Gesundheit ganzheitlich betrachten. One health – Erfolge unter schwersten Bedingungen. DR Kongo

Die DR Kongo ist von langjährigen humanitären und gesundheitlichen Krisen betroffen. Die Hälfte der Bevölkerung lebt in extremer Armut. Besonders in den ländlichen Regionen, wie in Minembwe und Kaziba (Provinz Süd-Kivu) treffen Epidemien wie Ebola, Cholera und Zoonosen auf schwache Versorgungssysteme, fehlende veterinärmedizinische Angebote und ökologische Degradierung. Über 80 % der Bevölkerung lebt von Subsistenzlandwirtschaft und Viehzucht – häufig ohne Zugang zu Informationen über Krankheiten, Umweltrisiken oder sichere Ernährung. Gleichzeitig besteht Knappheit an natürlichen Ressourcen, Antibiotika werden oft falsch eingesetzt und Epidemien breiten sich unkontrolliert aus. Dies trägt zur Ausbreitung von übertragbaren Krankheiten zwischen Tier und Mensch.

unser zweijähriges One-Health-Projekt in Süd-Kivu zeigt eindrucksvoll, wie das Zusammendenken von menschlicher, tierischer und ökologischer Gesundheit echte Veränderungen schafft. Die betroffenen Gebiete – die Gesundheitszonen Minembwe und Kaziba – standen unter enormem Druck: Zoonosen wurden nicht erkannt, Antibiotika ungezielt eingesetzt, und die Landwirtschaft litt unter ausgelaugten Böden aufgrund von nicht nachhaltigen Anbau-Methoden. Doch anstatt sich von diesen Problemen entmutigen zu lassen, brachte das Projekt Experten und Expertinnen aus den verschiedensten Fachrichtungen mit lokalen Führungskräften an einen Tisch. Jede Gruppe brachte ihr eigenes Wissen ein. Das Entscheidende war die Schaffung einer echten Synergie, um gemeinsam das Ziel „Eine Gesundheit” zu erreichen. Regelmäßige Treffen stärkten die Zusammenarbeit, bauten Vertrauen auf und schafften echtes Interesse am Miteinander.

Unser Lösungsansatz: One Health lokal verankern

Seit 2023 arbeitet Gesundes Afrika gemeinsam mit der kongolesischen NGO APDIK daran, Gesundheit systematisch sektorenübergreifend zu stärken. Das Projekt basiert auf einem integrierten One-Health-Ansatz, der Mensch-, Tier- und Umweltgesundheit verbindet. Ziel ist es, Krankheitsausbrüche zu verhindern, Resilienz aufzubauen und Ernährungssicherheit zu fördern – mit Strukturen, die von der lokalen Bevölkerung getragen und weitergeführt werden.

Konkrete Masßnahmen vor Ort 

  • Kapazitätsaufbau für 30 Tierärzt:innen, 70 Gemeindegesundheitshelfer:innen (RECOs), 70 Tiergesundheitsagent:innen (ACSAs) und 70 Umweltakteur:innen
  • Gemeindebasierte Überwachungssysteme zur Früherkennung und Reaktion auf zoonotische Krankheiten
  • Aufklärungskampagnen für über 2.500 Menschen und 700 Schüler:innen
  • Landwirtschaftliche Schulungen für 100 Kleinbäuer:innen zu Bodenschutz, Ernährung und nachhaltiger Produktion
  • Aufbau von Baumschulen zur Wiederaufforstung degradierter Flächen

Wirkung und Nachhaltigkeit

  • 6.040 Menschen profitieren direkt von integrierten Gesundheitsdiensten und Schulungen
  • Über 55.000 Menschen werden durch Radiobeiträge und Gemeindearbeit erreicht
  • Multisektorale Zusammenarbeit wird in der Region erstmals strukturell verankert
  • Epidemien und AMR können frühzeitig erkannt, koordiniert kommuniziert und lokal bekämpft werden
  • Lokale Kapazitäten sichern die Fortführung über die Projektlaufzeit hinaus
 

Warum One Health entscheidend ist

75 % aller neuen Infektionskrankheiten sind zoonotischen Ursprungs. In fragilen Regionen wie Süd-Kivu ist ein sektorübergreifender Ansatz kein Luxus – sondern eine Notwendigkeit. Unser Projekt schafft lokale Strukturen, die Gesundheitskrisen vorbeugen, nachhaltige Entwicklung ermöglichen und langfristig Frieden und Stabilität fördern.

Ihre Spende bringt den Menschen Hoffnung und Selbstbestimmung – Vielen Dank dafür!

Diese Erfolgsgeschichten zeigen: Menschen gewinnen nicht nur ihre Gesundheit zurück, sondern auch Hoffnung und Selbstbestimmung. In Ngando, in Minembwe und weit darüber hinaus arbeiten Gemeinschaften heute
selbstbewusst daran, ihre Zukunft nachhaltig zu gestalten – als Hüter ihrer Umwelt und Gestalter ihrer Schicksale

Unterstützen Sie unsere Arbeit und helfen Sie uns dabei, gegen den Hunger in Afrika zu kämpfen.

So bekämpfen wir den Hunger in Afrika

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Sicher Spende verschenken: 90% der Spenden fließen direkt in Projekte

Seit 1992 tragen wir durchgehend das DZI-Spendensiegel. Das Deutsche Zentralinstitut für soziale Fragen (DZI) prüft jedes Jahr die Verwendung der Spendengelder und bescheinigt GESUNDES AFRIKA den effizienten und verantwortungsvollen Umgang mit Spendenmitteln. Im Jahr 2021 wurden nur 10% unserer Einnahmen für Verwaltung und Marketing verwendet.

Aus 1 mach 4 – Ihre Spende für Afrika wird vervierfacht

Ihre Spende zeigt in Afrika große Wirkung. Durch unsere Partnerschaft mit dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) und anderen öffentlichen Geldgebern können wir drei Viertel unsere Projekte finanzieren. Die restlichen 25% müssen wir über Privatspenden aufbringen. Das bedeutet, dass für jede eingegangene Spende von 1€ eine Wirkung von 4€ erzielt wird! Auf diese Weise können wir viele Gemeinden in Afrika bei ihren Bemühungen zu Verbesserung der Gesundheit, Bildung und nachhaltigen Entwicklung unterstützen.