Infektionskrankheiten in Afrika bekämpfen
Die häufigsten Infektionskrankheiten in Afrika sind HIV/Aids und Malaria. Im Kampf gegen Viren, Bakterien und tödliche Parasiten haben viele afrikanischen Länder in den vergangenen Jahren große Fortschritte gemacht.
Nicht zuletzt die Corona-Pandemie hat zu einem umfangreichen Wissenszuwachs in der Bevölkerung Afrikas zu Präventionsmaßnahmen geführt. Auch wir haben in den vergangenen Jahrzehnten hart daran gearbeitet: Wir haben Infektionskrankheiten eingedämmt, haben massiv Aufklärung betrieben, in Präventionsmaßnahmen investiert und Gesundheitspersonal geschult. Dabei haben wir schwerpunktmäßig in den Bereichen HIV/Aids und Malaria gearbeitet und tolle Erfolge erzielen können. Doch es bleibt weiter viel zu tun.
Der Ebola-Ausbruch 2014 führte uns vor Augen, wie wichtig die Anstrengungen im Bereich Ausbildung und Aufklärung sind. Gerade bei hochansteckenden Krankheiten in Afrika sind der wirksame Schutz und die frühe Diagnose entscheidend, um Epidemien zu verhindern. 2022 gab es einen Ebola-Ausbruch in Uganda, der dank der schnellen Reaktion vergleichsweise schnell eingedämmt werden konnte.
Diesen Infektionskrankheiten in Afrika widmen wir uns:
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Covid-19 / Coronavirus
Weitere Informationen zum Thema Covid-19
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Trachom
Trachom ist eine bakterielle Augenentzündung. Es beginnt mit einer scheinbar harmlosen Bindehautreizung. Die Augen jucken, wie von staubiger Luft. Doch statt zu heilen, entzünden sich die Augen immer mehr. Trachom kommt besonders in Regionen mit schlechter Trinkwasserversorgung und mangelnden hygienischen Verhältnissen vor. Weltweit sind laut WHO 1,9 Mio. Menschen an dieser Augenkrankheit erkrankt, der größte Teil davon in Afrika südlich der Sahara. Wird Trachom nicht behandelt, führt die Krankheit zur Erblindung der betroffenen Menschen.
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Tuberkulose
Tuberkulose ist die neunt häufigste Todesursache weltweit. Über 25% der Tuberkulose-Todesfälle treten in afrikanischen Ländern auf. Durch das Einatmen von infektiösen Tröpfchenkernen (Aerosolen) wird die Krankheit von Mensch zu Mensch übertragen. Sie betrifft vor allem die Lunge, kann aber auch in jedem anderen Organ auftreten. Leitsymptome zu Beginn der Erkrankung ist Husten mit oder ohne Auswurf, auch blutiger Natur. Auch Atemnot und Brustschmerzen können auftreten. GESUNDES AFRIKA stellt Test- und Behandlungsmöglichkeiten bereit und vermittelt Gemeinden wichtiges Wissen, um Ansteckungen zu verhindern
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Cholera
Cholera ist eine akute Durchfallerkrankung, die unbehandelt innerhalb von Stunden tödlich verlaufen kann. Im globalen Norden wurde die Krankheit durch verbesserte Wasser- und Abwasserbehandlung weitgehend eingedämmt; in vielen afrikanischen Ländern ist sie nach wie vor eine häufige Krankheits- und Todesursache. Dort leben über die Hälfte der Infizierten weltweit. Mit WASH-Projekten verbessern wir die Hygienesituation in Gemeinden und sorgen dafür, dass sich weniger Menschen infizieren.
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HIV/Aids
Es ist eine der häufigsten Infektionskrankheiten in Afrika. Bei einer Ansteckung mit HIV sind die Symptome zunächst wie bei einer Grippe: Fieber, Abgeschlagenheit, Nachtschweiß oder Lymphknotenschwellung. Laut WHO kam es 2018 zu 1,1 Millionen Neuinfektionen auf dem afrikanischen Kontinent. Die afrikanischen Länder sind damit die am stärksten betroffene Region weltweit; rund 25,7 Millionen Menschen leben dort mit HIV. In unseren Projekten klären wir über die Krankheit und ihre Übertragungswege auf. Wir setzen uns dafür ein, dass Betroffene nicht stigmatisiert werden und Zugang zu Behandlungsmöglichkeiten erhalten.
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Malaria
Malaria ist eine von Moskitos übertragene Infektionskrankheit. Zu den ersten Anzeichen einer Erkrankung zählen u.a. Fieber, Kopfschmerzen, Schüttelfrost, Übelkeit und Gliederschmerzen. Obwohl Malaria leicht vermeidbar und behandelbar ist, hat die Krankheit nach wie vor verheerende Auswirkungen auf die Gesundheit und die Lebensgrundlage von Menschen aus der ganzen Welt. 92% der weltweiten Malaria-Fälle gibt es auf dem afrikanischen Kontinent – rund 200 Millionen Fälle. Durch unsere gemeindebasierte Arbeit mithilfe von Gesundheitshelfer:innen senken wir die Kosten für den Zugang zu Diagnose- und Behandlungsdiensten und vermitteln wichtiges Wissen, wie die Erkrankung verhindert werden kann.
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Mpox
Mpox, ehemals Affenpocken genannt, ist eine derzeit relevante Infektionskrankheit, die durch das Mpox-Virus verursacht wird. Die Krankheit zeigt Symptome wie Fieber, Hautausschläge und geschwollene Lymphknoten. Sie kann durch direkten Kontakt mit infizierten Tieren oder Menschen übertragen werden. Mpox ist aktuell von Bedeutung aufgrund seiner fortdauernden Verbreitung in afrikanischen Ländern und der Notwendigkeit für effektive Präventions- und Kontrollmaßnahmen.