GESUNDES AFRIKA

Ein Reisebericht aus Simbabwe

Unser Ankunft in Bulawayo markierte nicht nur den Beginn einer Reise nach Simbabwe, sondern auch eine Begegnung mit einem im Team vertrauten Hindernis: Unser Gepäck hatte den Flug nicht mit uns geschafft. Doch diese unerwartete Wendung war dank der Vorbereitung unserer Kolleginnen keine große Herausforderung. Wir hatten genug Kleidung im Handgepäck. Am nächsten Tag bekamen wir dann auch schon unser Gepäck und unsere Projektreise konnte beginnen.

Mit unserem Kooperationspartner Moriti oe Sechaba machten wir uns dann auf den Weg nach Brunapeg. Bevor wir starten konnten, mussten wir uns allerdings die erforderlichen Genehmigungen von den lokalen Behörden einholen. Erst dann konnten wir unsere Reise fortsetzen und das erste Ziel unserer Projektreise erreichen: einen der acht Ernährungsgärten, die im Rahmen des Programms zur Verbesserung des Ernährungszustands von Kindern in ländlichen Gebieten in Süd-Matabeleland errichtet wurden.

 

Nachhaltige Versorgung durch Ernährungsgärten

Der erste Garten, den wir auf unserer Reise in Simbabwe besuchten, erstrahlte wie eine grüne Oase inmitten einer trockenen Umgebung. Das Bild des Gartens, gespeist durch ein Bohrloch, bot einen Kontrast zu der sonst kargen Landschaft. Hier engagierten sich 43 Mitglieder im Rotationsprinzip, indem jedes Mitglied zweimal pro Woche im Garten arbeitete. Jede:r bewirtschaftete eine Vielzahl von Gemüsesorten, darunter rote und weiße Zwiebeln, Karotten, lokaler Spinat, Tomaten und Rote Beete. Die Nutzer:innen des Gartens konnten nicht nur ihren eigenen Bedarf an frischem Gemüse deckten, sondern auch Überschüsse produzierten. Diese verkauften sie in den umliegenden Dörfern, um ihr Einkommen zu ergänzen.

Der positive Einfluss dieses Projekts auf das Leben der Menschen war unübersehbar. Die Wertschätzung für den Garten und die positive Veränderung in ihrem Leben waren unmittelbar erkennbar. Ein Teil der Erlöse aus dem Verkauf der Lebensmittel dienten der langfristigen Erhaltung des Gartens und zur Deckung möglicher Reparaturkosten.

Nach diesem inspirierenden Besuch fuhren wir etwa eine Stunde weiter zu einem anderen Ernährungsgarten in Mugarapas. Dieser Garten war sogar noch größer als der vorherige und hatte 64 Mitglieder. Die trockenere Lage, nahe der botswanischen Grenze, stellte jedoch eine Herausforderung dar, insbesondere im Hinblick auf die Wasserversorgung. Der niedrige Wasserstand bereitete Probleme für die Pumpe, was uns darauf hoffen ließ, dass mit dem Einsetzen der Regenzeit auch die Wasserressourcen wieder steigen würden.

Klinikpartnerschaft mit dem St. Anne’s Hospital

Unser Aufenthalt in Brunapeg endete abends in einer Unterkunft im Pfarrhaus, wo uns Father Dube und sein Team mit köstlichem Essen versorgten. Der Abend war geprägt von angeregten Gesprächen und einem angenehmen Miteinander. Doch die Reise in Simbabwe war noch nicht vorbei.

Am folgenden Tag stand ein straffes Programm an. Wir besichtigten das St. Anne’s Missionshospital, um die Fortschritte unserer Klinikpartnerschaft zu begutachten. Danach trafen wir uns mit den Village Health Workers (VHWs), die im Rahmen unserer Projekte Schulungen zur richtigen Ernährung von Kindern unter fünf Jahren durchführen. Ihre Arbeit in den Dörfern umfasste Kochdemonstrationen und die Vermittlung von Wissen darüber, wie das verteilte Porridge als Notnahrung zubereitet und verabreicht werden sollte. Diese engagierten Helfer:innen berichteten uns von ihrem Alltag und wie sie mit Fällen von Unterernährung bei Kindern umgehen.

Eine Reise nach Simbabwe und in das Thema One-Health

Die verbleibenden Tage waren dem neu gestarteten Projekt „One Health“ gewidmet. Diese zielt darauf ab, die Gesundheit von Mensch, Tier und Umwelt im Matobo District zu verbessern.

Früh am Mittwochmorgen starteten wir mit unseren Partnern Moriti oe Sechaba und dem Zimbabwe Humanitarian and Livelihood Development Trust (ZHLDT) in die Projektregion. Unsere Reise führte uns durch das UNESCO-Weltkulturerbe des Matobo-Nationalparks, wo wir ein wiederaufbereitetes Feuchtgebiet besichtigten. Im Rahmen des Projekts planten wir auch die Rehabilitation solcher Feucht- und Weidegebiete, um sie in die Lage zu versetzen, Wasser zu speichern und Tieren Weideflächen zu bieten.

Ein Mann machte während der Reise eine bemerkenswerte Feststellung: „Das Feuchtgebiet ist einfach zu schützen… es braucht nur engagierte Menschen.“ Seine Worte verdeutlichen, wie das Schützen der Feuchtgebiete einfach sein kann, wenn sich engagierte Menschen zusammentun. Dies spiegelt den Kerngedanken unseres „One Health“-Projekts wider, das sich der Gesundheit von Umwelt, Tieren und Menschen in Simbabwe verschrieben hat. Diese Feuchtgebiete wirken wie grüne Oasen inmitten der Dürre und sind von immenser Bedeutung. Sie versorgen etwa 18 Millionen Menschen in der Umgebung mit Wasser und sind damit von essenzieller Bedeutung.

Der Donnerstag stand im Zeichen eines offiziellen Einführungsmeetings. Verschiedene lokale Regierungsvertreter:innen nahmen daran teil, und die Partner stellten das Projekt ausführlich vor. Solche Treffen waren von großer Bedeutung, da sie die Zusammenarbeit mit den lokalen Institutionen stärkten und für die erfolgreiche Umsetzung des Projekts von entscheidender Wichtigkeit waren.

Die Woche der Projektbesuche verging wie im Flug, und wir kehrten mit vielen neuen Eindrücken zurück, erfüllt von den bisherigen Projekterfolgen und zuversichtlich für das neue One Health-Projekt. Bevor wir am Sonntag die Heimreise nach Berlin antraten, nutzten wir den Samstag für Besichtigungen in Bulawayo und genossen die wohlverdiente Sonne nach den intensiven Tagen zuvor.

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