Schenken Sie dieses Jahr Hoffnung
Update August 2023: Aktuelle Herausforderungen in Somalia
Die Hungersnot in Somalia trifft die Menschen seit vielen Monaten. Auch der Krieg in Europa verschlimmert die Situation nach wie vor. Die Ukraine ist der wichtigste Lieferant von Getreide und Speiseöl für Somalia und stellt einen wesentlichen Beitrag zur Nahrungsmittelversorgung des Landes dar. Die jüngste Entscheidung Russlands, den Getreideexportvertrag mit der Ukraine nicht zu verlängern, hatte jedoch erhebliche Auswirkungen auf die Lebensmittelversorgung in Somalia. Diese Unterbrechung hat zu einem Anstieg der Preise für importierte Waren wie Reis, Weizenmehl, Getreide und Speiseöl geführt. Somalia ist in hohem Maße von Lebensmittelimporten abhängig, sodass die gestiegenen Preise eine große Belastung für die Bevölkerung darstellen.
Eine weitere globale Herausforderung stellen die Vertriebenen dar, die aufgrund von Konflikten und des Klimawandels gezwungen sind, ihre Heimat zu verlassen. Die Menschen sind oft gezwungen, in überfüllten Lagern zu leben und haben nur begrenzten Zugang zu lebensnotwendigen Gütern wie Nahrung, Wasser und medizinischer Versorgung. Kinder, die vertrieben werden, haben nur begrenzten Zugang zu Bildungseinrichtungen.
In Bezug auf die Sicherheitslage in Somalia herrscht in Galmudug derzeit Stabilität, auch wenn die Auseinandersetzungen zwischen den Streitkräften der somalischen Allianz und der militanten Gruppe Al-Shabab andauern. Während einige Regionen wie Budbud weiterhin unter der Kontrolle der Danab-Somalia National Army und der Galmudug State Forces stehen, sind andere Regionen nach wie vor nicht unter Kontrolle.
Unterstützen Sie unsere Arbeit und helfen Sie uns dabei, gegen den Hunger in Afrika zu kämpfen.
Wie wir helfen
Gemeinsam können wir den Menschen in Somalia helfen! Mit unserem lokalen Partner unterstützten wir Kinder und ihre Familien, die gezwungen waren, ihre Heimat zu verlassen. In einer der größten Flüchtlingsunterkunft, dem Afgooye-Korridor, ermöglichen wir für eine Grundversorgung mit Notnahrungsmitteln und Wasser.
Außerdem haben wir es uns zur Mission gemacht, die Einkommenssicherheit durch lokale Fischerei zu stärken und die Menschen in Somalia somit unabhängiger von externer Hilfe zu machen. Unterstützen Sie uns jetzt!
Update April 2023: Fluten verschärfen den Hunger
Die Menschen in Somalia haben bereits seit mehreren Jahren mit der schlimmsten Dürre seit 40 Jahren zu kämpfen. Jetzt steht Somalia kurz vor einer Hungersnot. 7,8 Millionen Menschen sind dringend auf humanitäre Hilfe angewiesen. Mehr als 1,4 Millionen Kinder sind stark unterernährt.
Nach drei Jahren kamen nun endlich Niederschläge – allerdings führten dieser dazu, dass die ausgetrockneten Gebiete überflutet wurden. Der trockene Boden konnte die Wassermengen nicht aufnehmen. Das hat zu großen Überschwemmungen geführt. Dutzende Menschen starben und Tausende verloren ihr Zuhause.
Besonders schlimm betroffen sind die 1,5 Millionen Menschen, die bereits in provisorischen Flüchtlingscamps leben. Durch die Überflutungen ist der Kontakt mit dem verschmutzen Wasser und den darin lebenden Cholera-Bakterien unvermeidlich. Die Geflüchteten sind der Epidemie, mit der sich bereits vor den Fluten dieses Jahr mehrere Tausend Menschen infiziert haben, hilflos ausgesetzt.
Maryan: „Aufgeben ist keine Option“
Auch die 38-jährige Mutter Maryan Hassan ist betroffen. Maryan lebt schon seit vielen Jahren im Binnenvertriebenenlager in der Region Banadir in Somalia. Wie viele Frauen und Mütter musste sie aus ihrer Heimatstadt fliehen, da Katastrophen und Auswirkungen des Klimawandels wie die extremen Dürreperioden und darauffolgende Fluten ihr Leben als Landwirtin unmöglich gemacht haben. Auch bewaffnete Konflikte waren an der Tagesordnung. Sie wollte ihre Kinder schützen und sah keinen anderen Ausweg, als sich auf den Weg in eine Unterkunft für Geflüchtete zu machen. Ohne zu wissen, was sie dort erwarten wird..
Sie blickt zurück auf die vielen Herausforderungen, welche sie gleich zu Beginn in dem Camp zu spüren bekam. „Ich musste Kilometer weit laufen, um mit einem schweren 20-Liter-Kanister Wasser für meine Kinder und mich zu holen.“
Heute geht es ihr und ihrer Familie besser. Im Rahmen unseres Projekts haben sie einfachen Zugang zu frischem Wasser und einer gut gebauten Toilette. „Die Toilette ist sicherer und kann auch nachts von Frauen genutzt werden, ohne den Risiken und der Angst von geschlechtsspezifischer Gewalt ausgesetzt zu sein“, erzählt sie unserem Partner. Mit dem kostenlosen Wasser stehen ihr nun drei bis vier Kanister pro Tag zum Trinken, Waschen und Kochen zur Verfügung.
Dennoch haben sie immer wieder mit verschiedenen Herausforderungen zu kämpfen. Die Ernährungslage ist unsicher und ihre Unterkunft aus Plastikplanen geben ihnen nicht genügend Sicherheit bei Fluten wie der aktuellen. Doch Maryan bleibt stark! Und auch wir geben nicht auf und sind entschlossen, Frauen wie Maryan auf ihrem Weg zu einem besseren Leben zu unterstützen. Wir freuen uns über jede Hilfe, die uns dafür zukommt. Nur so können wir die Menschen vor einer Hungersnot in Somalia bewahren.
Update März 2023: Laut UN-Bericht starben 2022 43.000 Menschen in an der Dürre
Ein Bericht der somalischen Regierung und der Vereinten Nationen (UN) veröffentlichte erste Zahlen zu den Auswirkungen der Dürre in Somalia im Jahr 2022.
So sind im vergangenen Jahr nach mehreren ausgefallenen Regenperioden etwa 43.000 Menschen gestorben. Es wird davon ausgegangen, dass mehr als die Hälfte Kinder unter fünf Jahren waren.
Die Zahl wird dieses Jahr weiter steigen und die Krise ist noch nicht beendet. Allein in den ersten sechs Monaten des Jahres werden weitere 18.000 bis 34.000 Todesfälle erwartet.
Somalia steht kurz vor der offiziellen Hungersnot
Eine offizielle Hungersnot wurde in Somalia bisher nicht erklärt – wobei es eigentlich nur noch reine Formalität ist, da die humanitäre Krise bereits da ist. Aber was heißt es genau, wenn offiziell eine Hungersnot erklärt wird? Drei Kriterien müssen dafür erfüllt sein:
- Mindestens jedem fünften Haushalt fehlen nahezu vollständig Lebensmittel oder andere lebenswichtige Dinge wie Trinkwasser.
- Mehr als 30 Prozent der Kinder unter fünf Jahren – also jedes dritte Kind – leidet an akuter Mangelernährung. Das sind fast 1 Million Kinder allein in Somalia!
- Täglich sterben mindestens zwei von 10.000 Menschen an Hunger. Meistens sind das Kinder. Auf die Bevölkerung von Deutschland bezogen wären das 16.000 Menschen, die jeden Tag sterben!
In Ostafrika sind bereits vier Regenzeiten ausgefallen. Eine Dürre in diesem Ausmaß übertrifft frühere Dürreperioden in Dauer und Schwere, so die UN. Wir müssen jetzt handeln, um eine Hungersnot wie die in 2011 zu verhindern. Damals sind allein in Somalia 260.000 Menschen ums Leben gekommen. Die Hälfte von ihnen war schon tot, als die Hungersnot offiziell erklärt wurde. Aktuell droht diese Zahl übertroffen zu werden, da das Horn von Afrika aufgrund der vielen weltweiten humanitären Notlagen – etwa in Afghanistan oder in der Ukraine – in Vergessenheit gerät.
Wir dürfen nicht warten, bis offiziell eine Hungersnot erklärt wird. Wir müssen jetzt handeln und Menschenleben retten.
Was es bewirkt wenn Sie eine Spende verschenken
Update März 2023: Laut UN-Bericht starben 2022 43.000 Menschen in an der Dürre
Ein Bericht der somalischen Regierung und der Vereinten Nationen (UN) veröffentlichte erste Zahlen zu den Auswirkungen der Dürre in Somalia im Jahr 2022.
So sind im vergangenen Jahr nach mehreren ausgefallenen Regenperioden etwa 43.000 Menschen gestorben. Es wird davon ausgegangen, dass mehr als die Hälfte Kinder unter fünf Jahren waren.
Die Zahl wird dieses Jahr weiter steigen und die Krise ist noch nicht beendet. Allein in den ersten sechs Monaten des Jahres werden weitere 18.000 bis 34.000 Todesfälle erwartet.
Somalia steht kurz vor der offiziellen Hungersnot
Eine offizielle Hungersnot wurde in Somalia bisher nicht erklärt – wobei es eigentlich nur noch reine Formalität ist, da die humanitäre Krise bereits da ist. Aber was heißt es genau, wenn offiziell eine Hungersnot erklärt wird? Drei Kriterien müssen dafür erfüllt sein:
- Mindestens jedem fünften Haushalt fehlen nahezu vollständig Lebensmittel oder andere lebenswichtige Dinge wie Trinkwasser.
- Mehr als 30 Prozent der Kinder unter fünf Jahren – also jedes dritte Kind – leidet an akuter Mangelernährung. Das sind fast 1 Million Kinder allein in Somalia!
- Täglich sterben mindestens zwei von 10.000 Menschen an Hunger. Meistens sind das Kinder. Auf die Bevölkerung von Deutschland bezogen wären das 16.000 Menschen, die jeden Tag sterben!
In Ostafrika sind bereits vier Regenzeiten ausgefallen. Eine Dürre in diesem Ausmaß übertrifft frühere Dürreperioden in Dauer und Schwere, so die UN. Wir müssen jetzt handeln, um eine Hungersnot wie die in 2011 zu verhindern. Damals sind allein in Somalia 260.000 Menschen ums Leben gekommen. Die Hälfte von ihnen war schon tot, als die Hungersnot offiziell erklärt wurde. Aktuell droht diese Zahl übertroffen zu werden, da das Horn von Afrika aufgrund der vielen weltweiten humanitären Notlagen – etwa in Afghanistan oder in der Ukraine – in Vergessenheit gerät.
Wir dürfen nicht warten, bis offiziell eine Hungersnot erklärt wird. Wir müssen jetzt handeln und Menschenleben retten.
Jede Spende kann die Ernährungssituation in Afrika verbessern
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40 Euro
ermöglichen die monatliche Versorgung einer Familie mit essenziellen Grundnahrungsmitteln. -
62 Euro
ermöglichen den Einsatz einer Fachkraft zur Aufklärung von Hygienemaßnahmen und Still- bzw. Ernährungspraktiken. -
120 Euro
ermöglichen die Behandlung eines akut unterernährten Kindes mit verzehrfertiger Notnahrung.
Unser Spendenkonto
Gesundes Afrika e.V.
Hypovereinsbank München
IBAN: DE09700202700000329488
BIC: HYVEDEMMXXX
Hunger: die stille Katastrophe
Der Hunger kommt nicht krachend wie ein Erdbeben oder mit Bomben und lautem Machtgehabe wie ein Krieg. Der Hunger kommt still und still kommt auch der Tod der hungernden Menschen. Ein Hauptteil der weltweiten humanitären Hilfe fließt jedoch aktuell in die Ukraine. Es ist sicherlich richtig und wichtig, den Menschen in der Ukraine jede mögliche Hilfe zukommen zu lassen. Gleichzeitig dürfen wir uns nicht davor verschließen, was im Rest der Welt passiert. Deshalb müssen wir laut sein und den Hilferuf aus Ostafrika verstärken.
Hungersnot in Somalia bekämpfen: Notnahrung für Kinder und ihre Familien
In Somalia, einem Land, welches wie viele andere am Horn von Afrika von einer extremen Dürre und einer katastrophalen Hungersnot betroffen ist, verteilen wir mit unserem lokalen Partner überlebenswichtige Nahrung an notleidende Familien. Zusätzlich finden im Rahmen des Projekts Gesundheits- und Hygienekampagnen statt. Es werden außerdem Wasserstellen und Latrinen rehabilitiert. Da unser Partner eng mit den Gemeinden in der Region kooperiert, erreichen wir insbesondere die Familien, welche keinerlei Zugang zu Hilfsangeboten haben.
Bisher konnten wir erfolgreich etwa 6.000 Personen mit wichtigen Lebensmitteln versorgen. Darunter etwa 4.000 Kinder. 475 Familien mit unter- und mangelernährten Kindern unter fünf Jahren wurden mit Notnahrung versorgt.
Gemeinsam mit unserem Projektpartner Daryeel Bulsho Guud gegen die Hungersnot in Somalia
Das Projekt soll gemeinsam mit der gemeinnützigen somalischen Hilfsorganisation Daryeel Bulsho Guud (DBG), was so viel heißt wie „Gemeinwesen für Alle“, umgesetzt werden. DBG verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz und bietet sowohl humanitäre Hilfe, als auch langfristige Entwicklungszusammenarbeit. In Somalia zählt DBG zu den führenden Hilfsorganisationen in der Versorgung von Geflüchteten und Binnenvertriebenen. Alleine in den letzten zehn Jahren konnten so mehr als drei Millionen Menschen durch Programme zur Ernährungssicherung, Schaffung von Existenzgrundlagen, WASH, Bildung sowie Unterkünfte und Schutz für Vertriebene erreicht werden. DBG verfügt über langjährige Erfahrung in der Implementierung und Koordination von Projekten.
Sicher Spende verschenken: 90% der Spenden fließen direkt in Projekte
Seit 1992 tragen wir durchgehend das DZI-Spendensiegel. Das Deutsche Zentralinstitut für soziale Fragen (DZI) prüft jedes Jahr die Verwendung der Spendengelder und bescheinigt GESUNDES AFRIKA den effizienten und verantwortungsvollen Umgang mit Spendenmitteln. Im Jahr 2021 wurden nur 10% unserer Einnahmen für Verwaltung und Marketing verwendet.
Aus 1 mach 4 – Ihre Spende für Afrika wird vervierfacht
Ihre Spende zeigt in Afrika große Wirkung. Durch unsere Partnerschaft mit dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) und anderen öffentlichen Geldgebern können wir drei Viertel unsere Projekte finanzieren. Die restlichen 25% müssen wir über Privatspenden aufbringen. Das bedeutet, dass für jede eingegangene Spende von 1€ eine Wirkung von 4€ erzielt wird! Auf diese Weise können wir viele Gemeinden in Afrika bei ihren Bemühungen zu Verbesserung der Gesundheit, Bildung und nachhaltigen Entwicklung unterstützen.